THE GOLDEN ROAD

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oil/canvas, 100x110cm

A road with its pattern of light and dark leads the viewer via a narrow beach segment directly to the sea. After a dark weather front the sky has cleared up, the sun has broken through the clouds. Above the radiant red roofs of the left row of houses, however, the darkly overcast sky in finely graded blues weighs clown.

 

The sun bathes the row of houses in a “coloured” light that reflects softly on the sidewalk before it. A facing partly shaded row of houses shows the same architecture and follows the same colour scale of nuances. These are older houses as they are often to be found by the sea. They reflect the charm of days past, show their steadfastness and resilience but also their fragility and act as if they would give each other cohesion and support in storm and tempest.

 

The painting works like a snapshot. The individual elements in the composition win life and meaning from the contrast of the straight road to the slightly arching vertical lines of the curved roofs and house walls. The white paper air planes flying in from the right follow the deserted street in a gentle curve to the sea, like small sea gulls, to lose themselves in the sunlight on their way to the horizon.

 

The work is a subject of everyday life, integrated in a decidedly positive statement, with a slightly surreal component.

©Helga-Isabella Lorentz, art historian

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Eine teilweise im Schatten liegende Straße führt den Betrachter geradewegs auf einen schmalen Strandabschnitt hinaus zum Meer. Nach einer dunklen Wetterfront hat der Himmel aufgeklart. Die Sonne ist teilweise durch die Wolken gebrochen. Über den leuchtend roten Dächern der linken Häuserreihe jedoch lastet noch ein in feinen Blauabstufungen dunkel verhangener Himmel.

 

Die Sonne taucht die Häuserreihe in ein „farbiges“ Licht, das sich sanft auf dem davor liegenden Bürgersteig wiederholt. Die gegenüber liegende zum Teil verschattete Häuserreihe weist die gleiche Architektur auf und ist nuanciert derselben Farbskala verhaftet. Es sind ältere Häuser, wie sie oft am Meer zu finden sind. Sie spiegeln den Charme der vergangenen Tage wider, zeigen ihre Stand- und Wehrhaftigkeit aber auch Zerbrechlichkeit und wirken als gäben sie sich gegenseitig Halt und Stütze bei Sturm und Unwetter.

 

Das Gemälde wirkt wie eine Momentaufnahme. Die einzelnen Elemente in der Komposition gewinnen Leben und Bedeutung aus der Gegenüberstellung der geraden Straße zu den sich leicht wölbenden, vertikalen Linien der geschwungenen Dächer und Häuserwände.

 

Die von rechts einfliegenden weißen Papierflieger folgen der menschenleeren Straße in

einer sanften Kurve zum Meer, um sich dann wie kleine Möwen auf ihrem Weg zum Horizont im Sonnenlicht zu verlieren.

 

Das Werk ist ein Sujet des Alltäglichen, eingebunden in eine dezidiert positive Aussage mit einer leicht surrealen Komponente.

©Helga-Isabella Lorentz, Kunsthistorikerin

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